Sensen-ich

Ich steh an seinem Bett: der Tod,
und warte, dass er übergeht
in einen Zustand ohne Not,
in dem sich keine Welt mehr dreht,
in dem auf Licht nicht Dunkel folgt,
wo nichts sich gegenüber steht:
kein Wahr dem Falsch,
kein Gut dem Schlecht,
kein Teil dem Ganzen

und das Jetzt
verletzt nicht die Vergangenheit
und nichts Vergängliches zerfetzt.

Alles ist eins
kein mir, kein meins

Das wünsch ich Dir
du alter Mann
der sterben möchte und nicht kann.
Dass Du Dich auflöst wie ein Hauch
im Sturm, wie ein Momennt im Bauch
der Zeit
ganz von Substanz befreit

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