Bad Poetry Day 2018

Wie ein Werbegedicht am Tag der „Schlechten Dichtung“ zu kämpfen hatte

Heute ist Tag der schlechten Poesie. Zeit das zu ändern!
Poste Dein Berentzen Gedicht bis zum 21.08. in den Kommentaren – das mit den meisten Likes wird von uns gesondert veröffentlicht!

(1.311 Likes)

Dazu schrieb ich:

Problemlösung

Frau:
„Hans, und wenn du noch so tobst
– heute gibts mal endlich Obst!“

Mann:
„Gerda, Deine Flehungen
haben mich berührt, du flennst
nicht umsonst! Jetzt wird BERENZT!
Siehste, wie ich auf dich hör?
Flüssigobst! Was will man mehr?
…hat 18 Umdrehungen.“

Sprachs, hat fleißig abgepumpt,
Gattin ist zunächst verstummt.
Doch dann lacht sie, strubbelt ihn:
„Gut. Gilt HEUT als Vitamin.“


Wozu eine Userin schrieb:

Das ist aber aus einem Buch …

Worauf ich antwortete:
Nein. Das ist gerade, heute am 18.8.2018, von mir, Timmo Strohm, frei ausgedacht und gereimt worden. Bin Hobbydichter


Und einen Beweis dichtete:

Als ein Schuft und Schurke schien
Timmo einer Userin.
Und sie unterstellte groß:
„Ey, der plagiiert doch bloß!“
Keineswegs, der arme Mann
ist nur wer, der dichten kann.
Andre halten ein Maß Bier,
Timmo hält halt Versmaß, mir
macht das eben einfach Spaß,
wenn’s nen Grund gibt, schreib ich was,
und ich reim drauflos…


Wozu sie schrieb:
Ich bin Montag wieder auf der Arbeit. Da steht das selbe drin, nur viel länger und zwar mit Melissengeist.

Und gleich noch nachlegte:
Hört sich halt an, wie umgedichtet 😉


…hartnäckig, die Dame.

 

Ich antwortete:

Gute Frau, mein kleiner Text
ist ein alter Trinkerscherz.
Dass man, was am Bäumchen wächst
lieber trinkt als isst – wen schert’s?
Ich war sicher nicht zuerst
mit dem grundsätzlichen Witz
doch ganz ehrlich, Mädel, hörst?
Dieser kleine Geistesblitz
wurde völlig formuliert
samt der Gerda und dem Hans
von Herrn Strohm, den es frustriert
dass man ihm nicht glaubt, er kann’s…
🙄

An die Allgemeinheit bzw. den Getränke-Hersteller wendete ich mich auch:

Eine facebook Userin
treibt mit mir ihre Sperenzchen.
Sie stellt mich als Loser hin
und beginnt ein Affentänzchen:
was ich schreib, sei abgeschrieben
was ja übel wär und schlecht
dabei habe ich, Ihr Lieben
ganz allein das Urheb-Recht.
„Hört sich an wie umgedichtet“
sagt sie, und sie irrt sich sehr:
Wenn man reimt und Verse richtet
KLINGTS HALT GUT. Ist das so schwer?
Uff. Jetzt brauch ich ein BERENTZCHEN
😦

Sven Laupitz aka Klaxon Bell kam mir zur Hilfe:

Der Timmo ist ein guter Dichter
Schafft Verse, die vorher noch nich da
Worte, wie in Stein gehauen
Auf Timmos Lyrik kann man bauen!

Klingt‘s plagiatig, liegt es meist
Am Schöpfen aus demselben Geist
Und dem, hat man nicht grad gepennt,
Was man seit Schulzeit Dichtung nennt.

Ein Widerhall, ein Klang gar nur
Ein Deja-Vu der Lit‘ratur
Fatal nur, wer nicht kommt zum Schluss,
Dass man den SINN auch greifen muss.
(Copyright Sven Laupitz)


Wieder ein anderer User schrieb:
Hört sich fast an wie max und moritz


Meine Antwort:

Sehr genau und gut erkannt!
Und „Trochäus“ heißt der Trick,
Wilhelm Busch hat ihn verwandt,
vierhebig, das klingt halt schick.

Ist bis heute populär,
macht sich gut als kleiner Text,
Kurzgedichte sind nicht schwer,
unterhaltsam hin-gehext.

Es ist nur leicht übertrieben,
wenn man denkt, wer heut so schreibt
hätte deshalb abgeschrieben
– es ist Schreibkultur, die bleibt.

So erzeugt man nette Texte,
auch Heinz Erhardt schrieb damit,
Otto Waalkes war der nächste,
jedesmal ist es ein Hit.

Schon der Titel „Max und Moritz“
passt in dieses Schema rein;
ohne Anmaßung und Vorwitz:
so wird deutsche Dichtung
immer sein.


Und damit endete der „Tag des schlechten Gedichts 2018″…

 

#badpoetryday

#TagdesschlechtenGedichts

 

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