Ode an den Konjunktiv

Hätte, hätte, Fahrradkette,
wäre, wäre, Donaufähre,
Teddybär ist ungefähr
irgendwie in Rimini.

Nichts ist schöner als das Schlaffe,
Unumrissene, Amorphe:
bist du Menschlein oder Affe,
bist im Städtchen oder Dorfe,
Bist du ein Genie, ein Trottel,
sind es Haare, ists Gezottel,
ist die Liebe wahr, beschissen
oder lauwarm – WER WILLS WISSEN?

Sie sind tote Möglichkeiten,
sind Erstarrung, den verdorrten
Träumen gleich, die unbereiten
abgehuddelten ANT-WOR-TEN!

Ach, wenn keine Fragen offen
wären, wenn ich alles wüsste
wozu hätt ich mich besoffen?
Frage hat den Charme der Küste,
sanft umspült von weichen Wogen,
offen in die unklar weiten
Phantasien! Halb erlogen
liegt das Meer der Möglichkeiten
zwischen Lüge und Gelüste,
schmusend mit Wahrscheinlichkeiten!

Hier steht alles, sagt der Böse
und zeigt wichtig auf Papiere.
Alter, es ist nur Geschmiere
zum Beherrschen! Arschgekröse
sind mir die, die „alles“ wissen:
Definiert ist hingeschissen.

Hätte, hätte, Fahrradkette,
wäre, wäre, Donaufähre,
Teddybär ist ungefähr
irgendwie in Rimini!

 

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