Gefühlsgourmet I

Jahrelang Enttäuschung gefressen.
Seelische Grausamkeit gefrühstückt,

Fast Food: Oberflächlichkeit; Unverstandensein; Desinteresse
alles in mich reingestopft.

Ausgenutztwerden hab ich
als mehrgängiges Menü vertilgt
Bis zum Platzen, immer wieder.

Dann bin ich Dir begegnet. Und es ward köstlich.
Wie wenig erscheinen die Momente

doch ich trank und ich kostete
Tiefe und Verstandenwerden,
ehrliche Akzeptanz im Interesse,
Streit und Zank wie Gaumenreiniger zwischen den Gängen

und die festlichen Menüs der Zeit mit Dir
Drei Gänge: morgens, mittags, abends

im festlichen Kerzenschein Deiner Seele
im Palast Deines herrlichen Geistes

und ich ward satt, doch nie voll
ewig blieb das Verlangen
die Freude
und die Überraschung von Bissen zu Bissen
und Schluck zu Schluck.

Der Duft, die Atmosphäre
Alltag als traumhafte Hintergrundmusik

Kein Scheich lebt köstlicher
Kein Kaiser hat mehr oder Besseres

das ist für immer in mir und hat mich
unendlich anspruchsvoll gemacht.

Niemand ist fordernder als ich,
der ich weiß, was das Beste ist:

mitleidig und hungerlos,
ohne ein Quentchen Appettit

schau ich auf die, die Kompromiss fressen, Tag um Tag
Wenn man das richtig gute Zeug kennt

ist man endgültig verwöhnt
und kann nie wieder minderwertig essen

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